Lange lange gabs hier nichts neues auf die Ohren. Der Autor ist viel zu busy um die schönen und unschönen Dinge des Lebens gebührend zu würdigen, daher gibts in aller Kürze bei der gleichzeitig notwendigen Länge gleich 4 (vier!) Hörtipps auf einmal, die Erstgenannten die letzten Wochen exquisit unterhalten haben.
Hörtipp I: Gisbert zu Knyphausen
Was soll man zu einem Typen mit diesem Namen sagen? Ich weiß nicht, ob’s ein Künstlername ist oder nicht, aber das ist auch scheißegal. Wenn’s nicht irgendwie böse wäre, dann könnte man ihn vielleicht als Reinhard Mey unserer Generation bezeichnen. Der Autor hat zu letzterem nie wirklich einen Zugang gefunden, ist sich aber sicher ihn immer unterschätzt zu haben.
Gisbert zu Knyphausen ist ein Liedermacher, der teilweise genau da trifft, wo’s gerade weh tut. Zeilen wie diese treffen genau das Lebensgefühl in Bitschnaus Welt:
Und manchmal glaube ich, dass nichts mehr wichtig ist.
Ich treibe ziellos bis zum Tag, an dem ich sterbe, jaja.
Doch gerade dann, wenn ich dann wirklich nicht mehr weiter will,
liegt mein gepflegter Pessimismus in Scherben.
Wer ein Faible für fröhlich-melancholische-poetisch-eklektische Texte zu einer zünftigen Gitarre hat sollte unbedingt reinhören. Und wer nächsten Freitag (21.05.2010) im Ampere bei der Muffathalle in München ist hat sogar die Möglichkeit Gisbert zu Knyphausen (man lasse sich diesen Namen mal auf der Zunge zergehen!) live zu sehen. Der Autor wird da sein!
Hörtipp II: The Avett Brothers
Abonnement des Rolling Stone + Geniusfunktion von iTunes = “I and Love and You” von den Avett Brothers. Es gibt so Lieder, die erwischen einen im richtigen Moment und dieser Song ist einer davon. Getragen von einem sehnsüchtigen Klavier aber mit der Tendenz zum Country/Bluegrass, von wo die beiden Jungs wohl mal ursprünglich herkommen. Ihr aktuelles Album lässt diese Wurzeln zwar noch erkennen, ist aber auch für Countryaversationisten hörbar und hat es geschafft beim Autor die letzten 4 Wochen auf Heavy Rotation zu laufen.
PS: Die Albumversion ist deutlich besser als die hier hörbare Liveversion, die Musikmafia unterbindet aber erfolgreich jeglichen Zugang zu den von ihnen vertriebenen Künstlern im Original auf YouTube in Deutschland… am Ende könnte ja noch jemand auf die Idee kommen sich Musik zu kaufen HAHAHAHahahahaha….
Hörtipp III: The Velvet Underground
Lou Reed sollte eigentlich jedem Musikliebhaber ein Begriff sein. Der Autor kennt einige seiner Songs schon länger und spätestens “Perfect Day” dürfte jedem, der seine Pubertät in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verbringen durfte, bekannt sein. Lou Reed hat irgendwann in den 60ern des letzten Jahrtausends bei “Velvet Underground” angefangen. Deren Debütalbum ziert nicht nur die berühmte Banane von Andy Warhol
sondern wurde auch gemeinsam mit Christina Päffgen aka. Nico aufgenommen. Solche Frauen werden heute gar nicht mehr gemacht! (Zum Glück hat der Autor noch eines der letzten Exemplare erwischt!)
Die drogengeschwängerte Musik gepaart mit der deutschakzentuierten Stimme inkl. Alt von Nico lässt einen zumindest erahnen, was damals eigentlich los war mit der Jugend, als Heroin chic und LSD Müsliersatz waren. Aber wahrscheinlich ist das auch wieder nostalgisch-sentimentale Verklärung, nichtsdestotrotz hat der Autor lange kein derart intensives Album wie das Debüt von Velvet Underground gehört.
Hörtipp IV: Patti Smith
Kein Kommentar…
PS: Viel Spaß!
PPS: @Ines: Nicht lesen!

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[...] durch den letzten Hörtipp hat der Autor mal wieder eine kurze youtube-Session verbracht und dabei dieses Video [...]
Heute Abend gehts ab zu Gisbert
Ich freu mich schon so! Und die Avett Brothers werden nachher im Auto auf dem Weg zu euch gehört…einfach toll die Musik zur Zeit