Die Partei “Die Linke” hat im deutschen Bundestag mit Plakaten gegen den Einsatz der deutschen Bundswehr in Afghanistan protestiert. Folgende Worte sind mein Beitrag zur Debatte im Forum des Artikels auf Spiegel Online:
Niemand hat etwas gegen eine Meinungsäußerung. Hier handelt es sich aber um eine Störung der parlamentarischen Ordnung und ich finde den Schlusssatz des SPD-Mitglieds sehr treffend:
Argumente, statt Transparente!
Persönlich glaube ich in Deutschland in einem sehr guten Land zu leben. Durch unsere Vergangenheit haben wir gelernt, umsichtig und vorausschauend zu handeln. Natürlich funktioniert das nicht immer und im Falle des Einsatzes in Afghanistan ist eine kontroverse Debatte durchaus angebracht. Allerdings im Rahmen der üblichen Mittel, auf denen unser System basiert. Wer protestieren will, darf das gerne auf der Straße tun, aber nicht im Parlament.
Ich persönlich bin der Meinung, dass sich Deutschland nicht mehr einfach so aus der Verantwortung ziehen und seine Truppen nicht mehr abziehen kann, ohne die Mission zu einem Ende zu bringen. Man lässt ein kleines Kind ja auch nicht alleine, nur weil es einem zu anstrengend wird.
Die Aktion war übrigens typisch für “Die Linke” und ihre populistische Politikführung. Natürlich ist es nicht schön, wenn Menschen in kriegerischen Auseinandersetzungen sterben, aber einfach dagegen zu sein, ohne irgendwelche Lösungsvorschläge war mir schon immer zu einfach.
Was soll passieren, wenn Deutschland sich von heute auf morgen aus der angenommenen Verantwortung zurückzieht? Dann werden vielleicht wieder jahrtausendealte Denkmäler als “gotteslästerlich” gesprengt, Andersedenkende unterdrückt und die Menschenrechte verletzt. Im schlimmsten Fall greift das islamische Regime auf Pakistan über und dann? Dann haben wir einen islamistischen Gottesstaat mit atomaren Waffen. Und im Gegensatz zum iranischen Regime halte ich die Taliban für Bauernpack, dass sich oft der Konsequenzen seines Handelns nicht bewusst ist.
Aber das ist natürlich Schwarzmalerei, die eigentliche Frage, die mich bewegt lautet:
Was soll passieren, wenn Deutschland sich aus Afghanistan zurückzieht? Sollen wir dann eine Lichterkette bilden, uns Blumen ins Haar stecken und dem afghanischen Volk zuwinken, das möglicherweise im Chaos versinkt?

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