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Der wahre Grund für schlechte PISA-Studien

In Zeiten, in denen uns in Form der PISA-Studie regelmäßig vor Augen geführt wird, wie doof doch alle sind, herrscht oftmals pure Ratlosigkeit über die Gründe der kollektiven Verblödung. Einen möglichen Grund zeigte kürzlich eine Mutter aus unserem Nachbarland Dänemark* auf.

Ihr Sohnemann, Schüler der neunten Klasse, war zu faul einen Text im Fach “Tysk” (zu deutsch “Deutsch”) zu übersetzen und hat ihn durch den Google-Übersetzer gejagt. Blöderweise wählte er dabei nicht “German” als Zielsprache, sondern “Dutch” (Ist ja auch näher an “Deutsch” als “German”!). Dem Lehrer entging dieser “Lapsus” nicht und er gab dem Schüler eine 0 (das Äquivalent zur deutschen 6 und nach Meinung des Autors auch näher an der Realität!). Soweit, so schlecht für den Jungen.

Das wirklich Desillusionierende an der Geschichte ist allerdings, dass die Mutter ihren Sohn decken wollte, und ihm noch eine Entschuldigung geschrieben hat, er habe den Text wirklich im Schweiße seines Angesichts selbst übersetzt. Offensichtlich setzt sich die Mutter weder mit ihrem Sohn, noch mit seinen Hausaufgaben auseinander. Das gibt 10 von 10 Peinlichkeitspunkten garniert mit einem “Der-Apfel-fällt-nicht-weit-vom-Stamm”-Fleißkärtchen.

Wenn ich früher in der Schule Mist gebaut habe, dann gab das nur eine Menge Ärger mit meiner Mutter und sonst gar nix. Läuft das heute anders?

Quelle: spiegel.de
*Fußballeuropameister von 1992, ein Ereignis, das bei mir große Wirkung hinterlassen hat, aber davon ein ander Mal.

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